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Auswirkungen von Sekundäreffekten der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche

Impact of secondary effects of the corona pandemic on children and adolescents

  • Problemstellung: COVID-19 ist nicht nur aufgrund der Folgen der Erkrankung problematisch, sondern auch aufgrund einer ganzen Reihe von Sekundäreffekten. So stellt eine lang andauernde Pandemie eine Dauerbelastung dar, welche sich auf die Psyche des Menschen auswirken kann. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind hier auf-grund ihrer besonderen Angewiesenheit auf das häusliche Umfeld besonders vulnerabel. Zeitgleich ist diese Gruppe in bestehenden Krisenplänen bisher nicht oder kaum relevant. Aufgrund der Besonderheit, dass sich Kinder und Jugendliche noch in der Entwicklung befinden und dass, insbesondere für jüngere Kinder, die aktuell seit über einem Jahr bestehende Situation der Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen einen erheblichen Zeitraum darstellt, besteht ebenfalls die Gefahr von kulturellen und sozialen Entwicklungsproblemen. Vor diesem Hintergrund ist auch zu beachten, dass Maßnahmen gegen das Virus, welches die Primärgefahr darstellt, ebenfalls negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche darstellen und somit zu Sekundärgefahren führen können. Weiterhin ist zu bedenken, dass Fehler in der Pandemiebekämpfung, welche sich nachhaltig negativ auf Kinder und Jugendliche auswirken, in der Zukunft in Form von Problematiken im Erwachsenenalter und, bei entsprechend vielen Betroffe-nen, in der gesamten Gesellschaft sichtbar werden. Um dies zu erforschen, werden zunächst die Fragestellungen bearbeitet, welche Sekundärgefahren und Risiken aufgrund von COVID-19 für Kinder und Jugendliche vorliegen, sowie ob die Vor- und Nachteile der Lockdowns die Vorteile für Kinder und Jugendliche überwiegen. Im Anschluss werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen in künftig ähnlichen Lagen sichergestellt werden können. Angewandte Methoden: Um ein möglichst umfassendes Bild über die Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erhalten, werden Experteninterviews mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten und Berufsbereichen durchge-führt. Aufgrund der internationalen Vergleichbarkeit der Problematik werden auch Ex-pertinnen und Experten aus dem internationalen Raum befragt. Dies kann dazu beitragen, Aspekte, welche im nationalen Raum nicht bekannt sind oder nicht als relevant eingeschätzt werden, in diese Arbeit mit einfließen zu lassen. Weiterhin werden Studien und Quellen aus dem nationalen Raum in Form einer Sekundäranalyse betrachtet, um auf die Vor- und Nachteile der Lockdowns Rückschlüsse ziehen zu können. Insbesondere die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Studien und Quellen stellte dabei eine große Herausforderung dar. Somit findet eine Anwendung von qualitativen und quanti-tativen Methoden statt, was als Mixed Methods bezeichnet wird. Wichtigste Ergebnisse: Eine eindeutige Aussage über die Sekundärgefahren für Kinder und Jugendliche gestaltet sich als schwierig, da diese Gefahren unter anderem stark durch das häusliche Umfeld geprägt sind. So scheinen Kinder und Jugendliche aus so-zial schwächeren Familien in einem höheren Maße betroffen zu sein als jene, aus sozial stärkeren Familien. Zusätzlich stellt die Pandemie eine Brennglasfunktion für bereits zu-vor bestehende Problematiken dar. Der Vergleich von Vor- und Nachteilen der Lockdowns für Kinder und Jugendliche zeigt die Unterschiedlichkeit bestehender Studien und Quellen auf, wodurch das Ergebnis dieser Fragestellung primär Indizien darstellt. Die Handlungsempfehlungen, welche ebenfalls ein Ziel dieser Arbeit darstellen, bestehen auf den vorherigen Ergebnissen aufbauend aus grundsätzlichen Handlungsempfehlungen, dem Einbezug von Kindern und Jugendliche in Pandemiepläne, der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungen bezüglich Krisensituationen sowie der Nachsorge der aktuellen Pandemie. Anwendungsgebiet und Zielgruppe: Bei dem Anwendungsgebiet handelt es sich zu-nächst um ganz Deutschland, wobei unter Beachtung örtlicher Gegebenheiten auch ein internationaler Anwendungsbezug des Themas besteht. Die Zielgruppe stellen insbesondere Politiker und Entscheider in Behörden dar, welche zuständig für die Formulierung bzw. Fortschreibung von Pandemieplänen und für die Bereitstellung der techni-schen und personellen Ressourcen sind.
  • Problem: COVID-19 is not only problematic because of the consequences of the disease, but also due to of a whole series of secondary effects. One of those includes peo-ple’s psyche, affected by the long time the pandemic fight forced restrictions on the pop-ulation. Especially noteworthy are children and adolescents by virtue of their dependency on the household environment. Conjointly, this group is not seen as relevant in existing contingency plans and hence often overlooked by those fighting the primary risk. As to the fact that children and adolescents are still mentally developing and, especially for younger children, the current situation of the pandemic and the imposed restrictions may represent a considerable risk for their healthy development. Considering those implica-tions, it should also be noted that measures against the virus can also impact negatively on children’s and adolescents’ psyche and thus jeopardy cultural and social develop-ment. Furthermore, it must be considered that mistakes in handling the pandemic, which have a lasting negative impact on children and adolescents, will only reflect in the future as problems that may arise in adulthood, with possibly a large number affected. To in-vestigate, the question is posed as to which secondary dangers and risks are present for children and adolescents due to the handling of the pandemic. It is then followed with the inquiry whether the advantages of a lockdown outweigh the risks for children and adolescents. This should lead to recommendations on how to ensure the health and well-being of children and young people in similar situations in the future. Methods used: In order to obtain a comprehensive picture of the situation of children and adolescents in Germany, expert interviews were conducted with experts from vari-ous fields. Due to the international comparability of the problem, experts from other countries will also be interviewed. This can contribute to the inclusion of aspects that are not known on a national level but appear to be relevant to this work. Furthermore, studies and sources from the national area are considered in the form of a secondary analysis to be able to draw conclusions on the advantages and disadvantages of lockdowns. In particular, the diversity of the different studies and sources posed a great challenge. Thus, an application of qualitative and quantitative methods takes place, which is called Mixed Methods. Most important results: It is difficult to make a clear statement about the secondary risks for children and adolescents, as these dangers are strongly influenced by the home environment, among other things. Children and adolescents from economical weaker families seem to be affected to a greater extent than those from economical stronger families. In addition, the pandemic serves as an amplifier for pre-existing problems. The comparison of advantages and disadvantages of lockdowns for children and adolescents shows the diversity of existing studies and sources, so that the result of this question is primarily circumstantial. The recommendations for action, which also represent an ob-jective of this work, consist of basic recommendations for action based on the previous results. This includes children’s and adolescents’ development in pandemic plans, the participation of children and adolescents in decisions regarding crisis situations as well as the aftercare of the current pandemic. Area of application and target group: The area of application is initially Germany as a whole, although there is also an international application of the topic, taking into account local conditions. The target group is made up of politicians and decision-makers in public authorities in particular, who are responsible for the formulation and updating of pan-demic plans and for the provision of technical and human resources.

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Statistik

frontdoor_oas
Metadaten
Verfasserangaben:Katharina Wiengarn
URN:urn:nbn:de:hbz:832-epub4-18171
Gutachter*in:Alexander Fekete, Harald Karutz
Dokumentart:Masterarbeit/Diplomarbeit
Sprache:Deutsch
Veröffentlichende Institution:Hochschulbibliothek der Technischen Hochschule Köln
Titel verleihende Institution:Technische Hochschule Köln
Datum des Hochladens:24.11.2021
GND-Schlagwort:COVID-19; Minderjährigkeit; Psychosoziale Belastung
Freies Schlagwort / Tag:COVID-19; Minderjährige; Psychosoziale Probleme
Minors; Psychosocial problems
Seitenzahl:VIII, 154
Fakultäten und Zentrale Einrichtungen:Anlagen, Energie- und Maschinensysteme (F09) / Fakultät 09 / Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr
DDC-Sachgruppen:300 Sozialwissenschaften
Open Access:Open Access
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International